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Frauenhäuser

Frauenhäuser sind Zufluchtsorte für volljährige Frauen und deren Kinder, die von körperlicher, psychischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen und auf Schutz sowie beratende Unterstützung angewiesen sind. Das Kriseninterventionsangebot der Frauenhäuser steht allen von Gewalt betroffenen Frauen und deren Kindern offen – unabhängig von Nationalität, Aufenthaltsstatus, Religion und Einkommen.

Erleben Sie körperliche, psychische und/oder sexualisierte Gewalt und benötigen Sie eine ambulante Beratung oder einen Zufluchtsort? Dann zögern Sie nicht, eine Opferberatungsstelle oder ein Frauenhaus in Ihrer Region zu kontaktieren. 

Wenn Sie eine Beratung benötigen, wenden Sie sich an eine Opferberatungsstelle in Ihrer Region. Hier geht es zur Auflistung der Fachstellen

Sollten Sie einen Zufluchtsort an einem geheimen Standort benötigen, kontaktieren Sie ein Frauenhaus in Ihrer Region. Nachfolgend finden Sie eine Liste aller Frauenhäuser mit ihren Kontaktangaben. Die Mitarbeiterinnen der Frauenhäuser beraten und unterstützen Sie in Ihrer Situation.

Häufig gestellte Fragen

Wie komme ich ins Frauenhaus?

Die Frauenhäuser sind telefonisch erreichbar, wenn auch nicht alle rund um die Uhr. Weiter oben finden Sie die Liste aller Frauenhäuser mit ihren Kontaktangaben. Am Telefon schildern Sie einer Mitarbeiterin Ihre aktuelle Situation. Die Mitarbeiterin gibt Ihnen Antwort auf Ihre wichtigsten Fragen und plant mit Ihnen gegebenenfalls den Eintritt ins Frauenhaus.

Was bieten Frauenhäuser?

Frauenhäuser bieten volljährigen Frauen und deren Kindern Schutz, Unterkunft, Beratung und Begleitung bei körperlicher, psychischer und/oder sexualisierter Gewalt.

Frauenhäuser unterstützen auch minderjährige Mädchen und junge Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, um eine geeignete Unterkunft ohne ihre Eltern zu finden (zum Beispiel Mädchenhaus oder Schlupfhuus). 

Kinder, die mit ihren Müttern in ein Frauenhaus eintreten, werden ebenfalls ernst genommen. Sie werden wie ihre Mütter beraten und unterstützt. 

Die Mitarbeiterinnen der Frauenhäuser unterstehen der Schweigepflicht. Sie beraten vertraulich und ziehen bei Bedarf Dolmetscherinnen für die Verständigung bei. 

Kann ich meine Kinder ins Frauenhaus mitnehmen?

Ja, Sie haben gemäss dem Zivilgesetzbuch im Falle von häuslicher Gewalt das Recht und die Pflicht, Ihre Kinder in Sicherheit zu bringen und vom anderen Elternteil vorübergehend zu trennen. 

Kann ich ohne Deutschkenntnisse ins Frauenhaus kommen?

Ja, Sie können auch ohne Deutschkenntnisse ins Frauenhaus kommen und beraten werden. Die Frauenhäuser arbeiten mit Dolmetscherinnen zusammen. 

Kann ich ohne Geld ins Frauenhaus kommen?

Ja, Sie können auch ohne Geld und finanzielle Ressourcen ins Frauenhaus kommen. In der Regel übernimmt die kantonale Opferhilfe die Aufenthaltskosten für die erste Zeit im Frauenhaus. Dafür ist keine Strafanzeige notwendig. Die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses unterstützen Sie auch, falls der Aufenthalt im Frauenhaus länger dauert. 

Was nehme ich ins Frauenhaus mit?

Nehmen Sie falls möglich die notwendigsten Kleider und Medikamente für sich und Ihre Kinder mit. Sehr wichtig sind zudem alle persönlichen Dokumente wie Pass/Aufenthaltsbewilligung, Bank- und Krankenkassenkarten, Impfpässe und Lieblingsspielzeuge Ihrer Kinder sowie Heirats- und Geburtsurkunden. 

Wie ist das Leben im Frauenhaus?

Das Frauenhaus ist in der Regel vergleichbar mit einer grossen Wohngemeinschaft. Neben gemeinsam genutzten Räumen hat jede Frau für sich (und ihre Kinder) ein Zimmer. Jede Frau bleibt für sich (und ihre Kinder) auch im Frauenhaus selbst verantwortlich.  

Die Gewährleistung der Sicherheit hat im Frauenhaus oberste Priorität. Darum ist der Standort der meisten Frauenhäuser geheim. Aufgrund der individuellen Gefährdungssituation einer Frau kann es notwendig sein, dass die sozialen Kontakte eingeschränkt sind. Zudem wird aufgrund der Gefährdungslage geprüft, ob das Arbeiten und der Schulbesuch der Kinder am Wohnort für eine gewisse Zeit ausgesetzt werden müssen. 

Neben dem Sicherheitsaspekt steht die umfassende Unterstützung der Frauen und Kinder im Zentrum. Im Frauenhaus finden dazu regelmässig Beratungsgespräche statt. Die Beraterinnen bieten Unterstützung in verschiedenen Belangen. Sie orientieren sich dabei an den individuellen Bedürfnissen und Ressourcen. 

Bei Fragen oder Unsicherheiten bezüglich des Aufenthaltes im Frauenhaus können Sie sich (auch anonym) beim Frauenhaus in Ihrer Region melden. Sie gehen damit keinerlei Risiko oder Verpflichtungen ein. Hier geht es zur Liste aller Frauenhäuser mit ihren Kontaktangaben.

Wie kann ich meine Spuren im Internet verwischen?

Beim Surfen im Internet werden zwangsläufig Spuren hinterlassen. Es gibt jedoch einige Tricks, die ein sicheres und grösstenteils spurenfreies Surfen ermöglichen. Die folgenden Hinweise können helfen, sicher im Internet zu surfen und möglichst wenig Spuren zu hinterlassen.

  • Sichere Passwörter verwenden: Ein sicheres Passwort besteht aus mehreren Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Insbesondere Sonderzeichen wie das Ausrufezeichen verbessern die Sicherheit enorm.
  • Regelmässiges Löschen von Cookies: Cookies speichern Ihre Daten in Ihrem genutzten Webbrowser. Es empfiehlt sich daher, diese regelmässig (mindestens einmal im Monat) zu löschen. Das Löschen wird je nach Browser unterschiedlich bewerkstelligt (siehe Tabelle).

Browser

Pfad, um Cookies zu löschen

Detaillierte Anleitung

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Extras und Internetoptionen → Alle Löschen

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Chronik → Neueste Chronik löschen → Zeitspanne auswählen → Häkchen neben eingegebene Suchbegriffe & Formulardaten setzen → Ok

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Google Chrome

Verlauf → Browserdaten löschen → Zeitspanne auswählen → Häkchen neben Cookies und andere Websitedaten setzen → Daten löschen

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Safari

Verlauf → Verlauf löschen

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Apple iPhones

Einstellungen → Safari → Verlauf und Websitedaten löschen

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Android Smartphones

Dreipunkt-Menü: Verlauf → Browserdaten löschen → Gesamte Zeit → Daten löschen

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  • Anonymes Surfen / Inkognito-Modus / Privater Modus: Alle Webbrowser bieten einen Inkognito-Modus an. Dort werden die besuchten Webseiten nicht gespeichert und deutlich weniger Cookies gesetzt. Je nach Browser ist unterschiedlich vorzugehen (siehe Tabelle).

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Inkognito-Modus

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Tools → InPrivate Browsing

Mozilla Firefox

Menü → Privates Fenster

Google Chrome

Google Chrome anpassen und einstellen → Neues Inkognito Fenster

Safari

Datei → Neues privates Fenster

Microsoft Edge

Mehr → Neues InPrivate Fenster

Helfen Sie gewalt­betroffenen Frauen und deren Kindern

Die DAO

Die Dachorganisation der Frauenhäuser Schweiz und Liechtenstein (DAO) vereint alle Frauenhäuser der Schweiz und Liechtensteins sowie weitere Schutzunterkünfte für Frauen und Kinder. Sie vertritt deren Anliegen auf nationaler Ebene. Zudem koordiniert und fördert sie deren Zusammenarbeit und setzt sich parteilich für gewaltbetroffene Frauen und deren Kinder ein. Mit ihrer jahrelangen Erfahrung zum Thema häusliche Gewalt ist sie Ansprechpartnerin für Politik, Medien und weitere Interessengruppen.

Mitglied­schaften


Die DAO ist Aktivmitglied von Women Against Violence Europe (WAVE) und Teil des zivilgesellschaftlichen Netzwerks Istanbul Konvention sowie der NGO-Koordination post Beijing Schweiz.

News

Juli 2021:

Vertiefungsbericht der DAO zu Art. 23 der Istanbul-Konvention

Die Schweiz hat sich mit der Unterzeichnung der Istanbul-Konvention dazu verpflichtet, geeignete und leicht zugängliche Schutzunterkünfte in ausreichender Zahl anzubieten. In ihrem Vertiefungsbericht zum Thema Schutzunterkünfte, der Teil des Schattenberichts des Netzwerks Istanbul Konvention ist, kommt die DAO jedoch zum Schluss, dass diesbezüglich in verschiedenen Bereichen gehandelt werden muss. 

Juli 2020:

Bericht der DAO „Kindeswohl und Kindesschutz in den Frauenhäusern"

Das professionelle Setting der Frauenhäuser ist für gewaltbetroffene Kinder bedeutsam. In der Praxis gibt es jedoch Unterschiede zwischen den Frauenhäusern bezüglich des Angebots sowie der finanziellen und personellen Ressourcen im Kinderbereich. Der Bericht schliesst deshalb mit fünf Handlungsempfehlungen zuhanden von Fachkreisen und politischen Entscheidungsträger:innen.

Juni 2018:

Forderungen der DAO zur Umsetzung der Istanbul-Konvention

Im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten der Istanbul-Konvention für die Schweiz am 1. April 2018 erkennt die DAO Handlungsbedarf in verschiedenen Bereichen. Neben der umfassenden Berücksichtigung des Fachwissens der Frauenhäuser bei der Umsetzung der Istanbul-Konvention geht es auch darum, eine gesamtschweizerische Strategie gegen häusliche Gewalt auszuarbeiten und zu realisieren.