Häusliche Gewalt ist gemäss Europarat die Hauptursache für den Tod oder die Gesundheitsschädigung bei Frauen zwischen 16 und 44 Jahren.
Siebzehn Frauenhäuser in der Schweiz und dasjenige von Liechtenstein sind Aktivmitglieder der DAO. Sie werden von jeweils privatrechtlichen Trägerschaften (Verein oder Stiftung) getragen. Fast alle Betriebe werden durch kantonale und zum Teil kommunale Subventionen mitfinanziert. Die privaten Spendeneinnahmen sind seit Jahrzehnten ein wichtiges Standbein in der Finanzierung der Frauenhäuser und tragen zum Teil ganz wesentlich zur Betriebssicherung bei. Die Leitbilder aller Frauenhäuser sind von einer feministischen und antirassistischen Grundhaltung geprägt. Ihre Kernaufgabe ist es als Kriseninterventionsbetriebe, gewaltbetroffenen Frauen und deren Kinder, Notunterkunft, Schutz und psycho-soziale Beratung zukommen zu lassen. In ihren weiteren Angeboten unterscheiden sich zum Teil die Frauenhäuser.
Die Dachorganisation der Frauenhäuser Schweiz (DAO) wurde 1987 als Ort des Austausches und der gegenseitigen Unterstützung gegründet und ist juristisch als Verein organisiert. Die DAO vermittelt die Interessen der Frauenhäuser gegen aussen und trägt zur Sensibilisierung des Themas Gewalt in der Partnerschaft und Familie bei. Mindestens zweimal jährliche treffen sich die Delegierten der Frauenhäuser zu nationalen Koordinationstagungen. Diese dienen der internen Weiterbildung, dem Erfahrungsaustausch und gesamtschweizerischen Aktionen und Kampagnen.

